London für Einsteiger - die Klassiker der britischen Metropole in 3 Tagen

English version will follow soon!

London ist so unglaublich groß und weitläufig, dass man gar nicht weiß wo man in dieser Metropole starten soll. Besonders beim allerersten Besuch wird man von den vielen Sehenswürdigkeiten, kostenlosen Museen und Parks regelrecht erschlagen. Daher habe ich mich entschieden bevor ich meine persönlichen Lieblingsspots mit euch teile, erst einmal die Sachen aufzuschreiben, die zwar super touristisch sind, aber man bei einem Aufenthalt in London zumindest einmal gesehen haben muss.

Flüge nach London

Wir fliegen von Düsseldorf oder Köln nach London Heathrow oder Stansted. 

Ankunft am Flughafen Heathrow

Am Flughafen Heathrow kaufen wir uns erst einmal eine Oyster Card. Die smarte Karte, die in allen öffentlichen Verkehrsmittel genutzt und immer wieder neu aufgeladen werden kann, berechnet automatisch den günstigsten Tarif. Diese Fahrkarte darf bei einem Besuch der britischen Hauptstadt auf keinen Fall fehlen. Dann geht es mit der Piccadilly Line bis zur Station Kings Cross (Fahrtzeit ca. eine Stunde). 

Ankunft am Flughafen Stansted

Vom Flughafen Stansted fahren wir mit einem der Flughafenbusse bis zur Station Kings Cross (Fahrtzeit ca. 75 Minuten). Die Tickets kaufen wir am Flughafen für ca. 10€.  

Zentrale Unterkunft in London

Von Kings Cross sind es nur wenige Gehminuten zu unserem Hotel Point A Hotel. Die Zimmer der Hotelkette sind sehr klein und nur mit dem nötigsten eingerichtet, bestechen aber durch Lage, Preis und Sauberkeit. Zum Frühstück gibt´s zwar nur Kaffee, um die Ecke liegt allerdings ein Pret a Manger. Bei der britischen Sandwichkette, die überall in der Stadt zu finden ist, kann man bestens frühstücken.


Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Londons in nur 3 Tagen

Tag 1: Piccadilly Circus, Trafalga Square, Big Ben, London Eye, Westminster Abby, Buckingham Palace, Hyde Park und Oxfort Street

Wir starten Tag 1 am Piccadilly Circus (5 Stationen mit der Piccadilly Line). Als wir die Station verlassen, bekommen wir einen authentischen ersten Eindruck der Stadt die niemals schläft. Wir sehen die auffälligen Werbebanner von Coca Cola und Co., die seit über 100 Jahren über diesem so berühmten Platz leuchten. Wir machen einige Erinnerungsfotos von den Reklametafeln und dem Eros Brunnen auf dem zu jeder Tages- und Nachtzeit Menschen sitzen. Dann shoppen wir im „Cool Britannia“ ein paar typische Mitbringsel im UK Style.

Weiter geht´s zum ca. 600 Meter entfernten Trafalga Square. Der große Platz mit der Nelsonsäule wird von vier bronzene Löwen bewacht. Der Legende nach erwachen diese zum Leben, wenn der Big Ben 13 mal schlägt. Hier befindet sich auch die National Gallery, wo man an 361 Tagen im Jahr kostenlos zahlreiche Gemälde bestaunen kann. Nachdem wir einige Arbeiten von Monet, Rembrandt, van Gogh, Michelangelo, da Vinci & Co. kennengelernt haben, laufen wir Richtung Süden.

Es geht vorbei an der Downing Street Nummer 10 - dem Amt- und Wohnsitzes des Premierministers - bis wir glauben den Big Ben zu sehen. Doch was wir sehen ist der Uhrturms am Palace of Westminster. Big Ben bezeichnet genau genommen nur die schwerste der fünf im Turm versteckten Glocken. Wir schlendern weiter zur Westminster Bridge. Von hier haben wir nicht nur freien Blick auf die Themse und auf das große Riesenrad London Eye, sondern können auch die vollen Ausmaße des Palace of Westminster sehen. In dem zum UNESCO Weltkulturerbe erklärten Gebäude tagt regelmäßig das britische Parlament. Daher wird das Gebäude auch Houses of Parliament genannt.

Wir gehen einmal um das Gebäude rum und sehen schon die Westminster Abbey. In dem bekannten Gotteshaus wurde 1953 Queen Elisabeth II gekrönt, genau wie viele Könige vor ihr. Die jüngere Generation kennt die Kirche aber eher von der Live im Fernsehen übertragenen Hochzeit von Prinz William und seiner Kate im April 2011. Danach gingen vor allem die Fotos von Kates Schwester Pippa bzw. von deren Hinterteil um die Welt. 

300 Meter weiter beginnt der St. James Park, der älteste königliche Park in London. Wir laufen hindurch, vorbei an dem kleinen See, bis wir am prunkvollen Wohn- und Arbeitsplatz der Queen angekommen sind. Der Buckingham Palace war allerdings nicht immer so groß. 1703 wurde er als großes Stadthaus erbaut und von 1761 bis 1836 nach und nach erweitert. An ausgewählten Terminen können einige der 775 Zimmer sogar besichtigt werden.

Vom Palast geht es weiter durch den angrenzenden Green Park bis zur Grünen Lunge Londons dem Hyde Park. In Londons berühmtesten Park entdecken wir zahlreiche Denkmäler, fahren eine Runde mit dem Boot auf dem See und machen ein kleines Picknick.

Wer jetzt noch laufen kann, verlässt den Hyde Park an der nord-westlichen Ecke und schlendert ein bisschen über die Oxford Street, eine der umsatzstärksten Shoppingmeilen Europas, bis wir zurück zum Hotel fahren. Zum Beispiel von der Haltestelle Marble Arch oder von der Oxford Street mit dem Bus 73 Richtung Stoke Newington bis Kings Cross.

Tag 2: Tower of London, Tower Bridge, St. Pauls Cathedral, Millennium Bridge, Tate Modern, The Shard, Camden Market

Wir starten den Tag am Tower of London. Mit der Circle Line fahren wir von Kings Cross zur Station Tower Hill, die sich direkt an der Festung aus dem 11. Jahrhundert befindet. Für ca. 13,50€ kann man die Anlage, die unter anderem die britischer Kronjuwelen beherbergt, besichtigen. Wir laufen um die alten Mauern herum und bekommen einen tolle Blick auf die nahegelegene Tower Bridge. Die wohl bekannteste Klappbrücke der Welt wird für besonders große Schiffe regelmäßig hochgeklappt, trotz des regen Treibens oberhalb der Brücke. 

Vom Tower of London fahren wir weiter mit dem Bus Nummer 15 bis zur St Paul's Kathedrale (Haltestelle St. Pauls churchyard), eine der größten Kirchen der Welt. Von der Aussichtsplattform der Kuppel kann man die Stadt von oben beobachten. Wir sparen uns allerdings die 20€ Eintritt und fahren mit dem Aufzug auf das Dach des daneben liegenden Shopping Centers One new Change. Von dort haben wir nämlich nicht nur den Blick über London, sondern auch auf die St. Pauls Kirche. Auf der Dachterrasse befindet sich das Madison, eine Bar / Restaurant, in der man perfekt den Tag bei einem leckeren Cocktail ausklingen lassen kann.

Wieder unten angekommen geht es weiter Richtung Themse zur Millennium Bridge. Die erstmalig im Juni 2000 eröffnete Fußgängerbrücke gelangte durch einen mathematischer Fehler bei der Planung zu zweifelhaften Ruhm. Bei der Eröffnung zeigte sich, dass zu viele Fußgänger die elegante Konstruktion stark ins schwanken brachten und so musste sie nach 2 Tagen wieder gesperrt werden. Nach Monaten des Analysierens und des Testens wurden 91 zusätzliche Stoßdämpfer für ca. 5 Millionen Pfund eingebaut. So konnte die Brücke über ein halbes Jahr später wieder freigegeben werden. 

 

Von der Millennium Bridge blicken wir auf das Museum Tate Modern, eines der weltgrößten Museen für moderne Kunst und den Wolkenkratzer The Shard, das höchste Gebäude Westeuropas. 

Tipp: Wer jetzt schon Hunger hat, der bekommt im Rudds ein hervorragendes Thai Curry oder einen leckeren Homemade Burger (Von St. Pauls in Richtung Millennium Bridge, rechts in die Queen Victoria Street abbiegen; rechte Seite Nummer 148). Für einen kleineren Snack und Kichererbsen-Fans empfehle ich die Hummus Bros (128 Cheapside - gegenüber des nördlichen Ausgangs des Einkaufszentrums One new Change).

Danach laufen wir ein Stückchen durch das Bankenviertel bis zur Station Bank und fahren von dort mit der Northern Line nach Camden. Als wir an der Station aussteigen kommen wir uns vor als wären wir in einer anderen Stadt. Gerade noch wollten wir eiligen Anzugträgern nicht den Weg zum nächsten wichtigen Business Meeting versperren und jetzt stehen wir zwischen lauter junger Leute mit bunten Haaren und tätowierter und gepiercter Haut im Band T-shirt, zerissenen Jeans und Doc Martens. Wir laufen entlang der bunten Hauptstraße Camden High Street und überqueren den Regent´s Kanal. 

Dort beginnt einer der bekanntesten Märkte Londons der Camden Market. Auf dem Straßenmarkt, der sich bis zur Straße Chalk Farm zieht, finden wir Kunst, Kitch und Nachwuchsdesigner. Nirgendwo sonst wird so viel gehandelt, gefeilscht und diskutiert. Nach dem Shopping lassen wir uns auf den Vespa-Stühlen am Kanal nieder und essen uns an den zahlreichen Essensständen satt. Zum Abschluss des Tages geht es in das gemütliche nur ca. 50 Meter entfernte Pub The Hawley Arm, wo auch Amy Winehouse viele Gläser leerte und einige Gigs spielte.

Tag 3: Harrods, Victoria & Albert Museum, National History Museum, Kensington Garden, Notting Hill

Wir starten den Tag bei Harrods, einem der größten, exklusivsten und berühmtesten Kaufhäuser der Welt. Dafür fahren wir mit der Piccadilly Line bis Knightsbridge Station. Als wir die Station verlassen sehen wir das riesige Kaufhaus, das keine Wünsche offen lässt. Auch wenn viele der Designerwaren in den oberen Geschossen zu teuer für uns sind, so ist die Food Hall im Erdgeschoss absolut sehenswert. Der englische Tee oder die Pralinen sind ein tolles Mitbringsel. Und auch die Toiletten sind einen Besuch wert :) 

Nach dem Shopping verlassen wir Harrods an der Hauptstraße Brompton Road und laufen Richtung Westen bis wir zum Victoria and Albert Museum kommen. Hier bekommen wir die größte Sammlung von Kunstgewerbe und Design zu sehen. Direkt gegenüber vom V&A Museum liegt das Natural History Museum. Dieses beeindruckt (genau wie das V&A) nicht nur mit seiner Ausstellung, sondern auch durch die auffällige Fassade. Es beherbergt zahlreiche naturwissenschaftliche Exponate. Sobald wir in die große Eingangshalle treten, die Architektur-Begeisterte staunen lässt, begrüßt uns ein riesiges Dinosaurierskelett. Während wir dann die vier verschiedenen Zonen erkunden, bekommen wir noch viele weitere Skelette, Fossilien, einen 30 Meter langen Blauwal und vieles mehr zu Gesicht.

Dann geht es wieder nach draußen zur Royal Albert Hall, einer bekannten Veranstaltungshalle, in der jedes Jahr das größte klassische Musikfestival der Welt "BBC Proms" stattfindet. 

Von der Royal Albert Hall laufen wir in den königlichen Kensington Garden vorbei am Albert Memorial bis zum Kensington Palace. Hier wohnte zu Lebzeiten Lady Diana und auch Prinz Harry und Prinz William fühlen sich hier immer wieder zu Hause. Die Eichhörnchen sind hier so zahm, dass man sie sogar streicheln kann. Neben dem Palast finden wir die Orangerie, wo wir den berühmten Afternoontea inklusive Scones, einem britischen Gepäck, einnehmen. 

Nach dieser Stärkung fahren wir mit dem Bus in den nahegelegenen Stadtteil Notting Hill. Dafür verlassen wir die Orangerie, laufen vorbei am Princess Diana Memorial Playground und biegen nach dem Verlassen des Parks rechts auf die Bayswater Road ab. In der nächsten Straße (Queensway) links nehmen wir den Bus Nummer 70 bis zur Portobello Road. Auf der bekanntesten Straße des Stadtteils finden wir den Portobello Road Market. Londons ältester Straßenmarkt ist vor allem für seine Antiquitäten berühmt. Freitag und Samstag sind die eigentlichen Markttage, viele Stände und die schönen kleinen Geschäfte haben aber auch montags bis donnerstags geöffnet. Aber Notting Hill mit seinen vielen bunten viktorianischen Stadthäusern ist eh an jedem Tag einen Besuch wert.

Wir laufen also über die Portobello Road Richtung Südosten und shoppen in den kleinen Läden bis wir rechts auf die Pembridge Road abbiegen. Wir kommen am Fish House of Notting Hill (29 Pembridge Road) vorbei und probieren das klassische britische Essen "Fish and Chips" mit einem Lager. Danach fahren wir vom Notthing Hill Gate mit der Central Line bis zum Oxford Circus und laufen ins West End, um uns eins der vielen Musicals anzusehen. Da das Angebot so groß ist, bekommt man oft noch kurzfristig Karten und das zu günstigen Preisen. 

Jetzt können wir die klassischen To-Do´s beruhigt hinter uns lassen und das weniger touristische London kennen lernen. Dafür gibt es bald weitere Berichte über London.

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