Die Maya Ruinen von Tulum

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Die Maya Ruinen von Tulum, sind die einzigen, die direkt am Meer liegen und zwar an der wunderschönen Karibikküste. Daher war schnell klar, dass unser erstes Ziel in Yucatán genau dieses kleine Städtchen werden sollte. In diesem Bericht erzähle ich dir wie es dort war, wo man in Downtown Tulum die wahrscheinlich besten Burritos bekommt und warum wir von Tulum und Yucatán nach unserem Kuba Aufenthalt erstmal gar nicht so begeistert waren. 


Als wir in Cancun landen, werden wir schlagartig aus der so andersartigen kubanischen Welt herausgerissen und zurück in die Amerikanisierung befördert. Es ist ca. 16.30 bis wir die Passkontrolle (nach 2 Stunden Schlange stehen) hinter uns haben und unsere Rucksäcke bereits auf uns warten. Den letzten ADO Bus nach Tulum haben wir knapp verpasst. Wir sind müde und haben keine Lust erst nach Playa del Carmen zu fahren, um uns von dort weiter nach Tulum durchzuschlagen. Daher entscheiden wir uns kurzerhand für ein Taxi (120 km für ca. 85€). 5 Tage Kuba haben die Reisekasse eh kaum geschmälert. Da kann man sich auch mal was gönnen. Auf dem großen Highway, der von Cancun an Playa del Carmen vorbei nach Tulum führt, werden wir von Starbucks, Subway und Burger King begrüßt bevor wir fast 1,5 Stunden an Vergnügungsparks und riesigen Luxus Resorts vorbeifahren. Wunderschöne Strände mit türkisblauem Wasser kann man hinter deren riesigen Mauern nur erahnen. Auch als wir in Tulum einfahren ist der erste Eindruck erst mal ernüchternd. Downtown Tulum besteht hauptsächlich aus einer Hauptstraße, auf der sich viele Restaurants, Banken, Boutiquen und Souvenirshops befinden. So lädt das Städtchen nicht gerade zum Verweilen ein. Der mit viel Liebe und Pflanzen gestaltete Innenhof unseres Hotels Maison Tulum, was in einer Nebenstraße liegt, dafür umso mehr und so verbringen wir den Abend dort.

Die Maya Ruinen von Tulum

Am nächsten Morgen wollen wir schon früh zu den für Tulum berühmten Maya Ruinen aufbrechen. Der Plan ist es Fahrräder auszuleihen, um die knapp 4 km zurückzulegen. Die auf dem Weg liegenden Fahrradverleihe haben aber alle noch geschlossen und so gehen wir ca. 30 Minuten zu Fuß bis wir den großen und jetzt noch relativ leeren Parkplatz der Ruinenstadt erreichen. Gleich dahinter beginnt ein kleines für Touristen angelegtes Dorf mit Souvenirshops, bunten Skelettfiguren und mexikanischen Restaurants. Von dort sind es dann noch einmal 400 Meter bis zum Eingang.

Der Eintritt kostet 70 Peso pro Person (ca. 3,30€). Hinter dem Eingang laufen wir über einen Steinweg vorbei an vielen Bäumen und Pflanzen über einige Treppen durch einen kleinen Tunnel bis die ehemalige Maya Stadt zum Vorschein kommt. Die verschiedenen Tempel sind noch gut erhalten und werden von unzähligen riesigen Leguanen bewohnt. Obwohl das Gelände längst nicht so groß ist wie beispielsweise Chichén Itzá, gibt es auch hier einiges zu sehen wie el Castillo - das höchste Gebäude Tulums, den Tempel des herabsteigenden Gottes, den Freskentempel oder den Tempel des Windgottes. 

Nachdem wir den größten Teil des Areals erkundet haben, laufen wir zum besten Teil der Stadt. Dafür steigen wir eine steile Holztreppe hinunter. Sobald man die letzte Stufe genommen hat, steht man im weißen Puderzuckersand direkt an der Karibikküste. Die Maya-Stätte in Tulum ist die einzige die direkt am Meer liegt. Daher wollen wir unbedingt die Möglichkeit nutzen in dieser einzigartigen Atmosphäre baden zu gehen. Wortwörtlich "Baden", denn das türkisblaue, flache Wasser ist so warm wie eine Badewanne. Trotzdem ist es eine schöne Erfrischung von der langsam kommenden Mittagshitze. 

Gegen Mittag wird es dann langsam voll und wir machen uns auf den Weg Richtung Ausgang, wo jetzt die Touristenmassen nur so reinströmen. Nachdem wir in einem der mexikanischen Restaurants zu Mittag gegessen haben, fahren wir mit dem Taxi zurück nach Downtown (Kosten 100 Peso).

Noch ein Tipp: Auf dem Gelände der Mayaruinen kann man keine Getränke kaufen. Nehmt deshalb ausreichend Wasser mit!

Burrito Amor, Downtown Tulum

Am Abend geht es zu Burrito Amor, einem kleinen charmanten Outdoor Restaurant direkt an der Hauptstraße, nur ein paar Blocks von unserem Hotel entfernt. Wie der Name schon sagt, gibt es dort eine große Auswahl an frisch zubereiteten Burritos - auch vegetarisch, vegan oder glutenfrei.  Die Atmosphäre ist entspannt und die jungen Mitarbeiter sehr freundlich. Wir entscheiden uns für zwei Burritos mit Paprika, Zwiebeln, schwarzen Bohnen, Reis, Käse, Pico de gallo und Avocado. Dazu werden unterschiedliche Soßen serviert und das ganze kostet inklusive zweier Softdrinks keine 10€. Cocktails oder andere alkoholische Getränke dürfen an diesem Abend nicht ausgeschenkt werden aus uns nicht bekannten Gründen. Vielleicht war das Personal einfach noch nicht alt genug :)

Im nächsten Teil der Reise geht es weiter ins Landesinnere in die schöne, kleine Kolonialstadt Valladolid.

Was wir in Havanna erlebt haben, erfahrt ihr hier!

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