Rom in 3 Tagen - was man gesehen haben muss

Rom in 3 Tagen - was man gesehen haben muss

Für eine Städtereise nach Rom sollte man mindestens 3 Tage einplanen. Denn dann hat man außreichend Zeit um alle bekannten Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, die vatikanischen Museen inklusive Sixtinischer Kapelle, das Pantheon oder auch die große Parkanlage Villa Borghese in Ruhe zu erkunden. In diesem Blog Post gebe ich Tipps, was man in Rom unbedingt gesehen haben muss und wie man jeden Tag eines 3-tägigen Städtetrips optimal nutzt.


Rom in 3 Tagen - was man gesehen haben muss

Tag 1 Vatikan, Petersdom, Petersplatz, Engelsburg und Food Tour

Vatikan

Um die Vatikanischen Museen zu besichtigen, bucht ihr euch am besten vorab ein sogenanntes Skip the Line Ticket. Dann zahlt ihr zwar 26€ (statt 16€), erspart euch aber eine Menge Wartezeit und könnt an der langen Schlange vorbei direkt zum Eingang gehen. Der erste Einlass in den kleinsten Staat der Welt ist bereits um 8.30 Uhr. Zu dieser Zeit könnt ihr den Vatikan noch in ruhiger Atmosphäre besichtigen. Das Highlight sind die weltberühmten Fresken von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle. Leider darf man hier keine Fotos machen. Aber auch der Rest der päpstlichen Kunstsammlungen und das ganze Areal an sich sind einfach nur beeindruckend. 

Petersdom

Es besteht die Möglichkeit direkt von den Vatikanischen Museen in die Kuppel des Petersdoms zu gelangen. Entweder macht ihr eine geführte Tour durch den Vatikan, die die Kuppel beinhaltet oder aber ihr "schmuggelt" euch einfach durch. Lauft nicht um den ganzen Vatikan herum und stellt euch noch einmal in eine lange Warteschlange. Wie ihr das macht, lest ihr in meinem Blog Post "10 Dinge, die man in Rom vermeiden sollte". Ein Ticket für den Aufzug kostet übrigens 8€. Ein Tickets für die Treppe kostet 6€. 

Das Dach des Petersdoms

Der Aufzug lässt euch allerdings nur die ersten 231 Stufen, die in die Kuppel führen, überspringen.  Von der so erreichten Ebene, dem Dach des Petersdoms, könnt ihr schon ganz gut den Petersplatz sehen. Außerdem kommt ihr hier sehr nah an die 6 Meter hohen Figuren von Christus und den Aposteln heran. Zusätzlich befindet sich ein Café, ein Souvenirgeschäft, ein Briefkasten und eine Toilette auf dem Dach. Auf dem Weg zur Wendeltreppe, die euch weiter nach oben führt, kommt ihr dann noch an einer innen liegenden Aussichtsplattform vorbei, die den Blick in den Dom freigibt. Dafür solltet ihr allerdings schwindelfrei sein.

Die Kuppel des Petersdoms 

Die nächsten 320 Stufen müssen zu Fuß bewältigt werden. Dafür solltet ihr ein wenig Kondition mitbringen und auf keinen Fall Platzangst haben. Die schmalen Gängen führen nämlich direkt an der Außenwand der Kuppel entlang und werden immer enger und schräger. Oben angekommen werdet ihr dann aber mit einer gigantischen Aussicht belohnt.

Innenraum des Petersdoms

Runter könnt ihr problemlos den ganzen Weg laufen und kommt so direkt im riesigen Hauptschiff einer der größten und bedeutendsten Kirchen der Welt aus, Sankt Peter. Das umgangssprachlich als Petersdom bezeichnete Gotteshaus ist 211 Meter lang, an der breitesten Stellen 186 Meter breit sowie 132 Meter hoch. Bis zu 60.000 Menschen können hier an einer Messe teilnehmen.

Dach des Petersdoms in Rom

Petersplatz

Gegen Mittag solltet ihr die Vatikanischen Museen und den Petersdom verlassen haben und auf dem Petersplatz stehen. Der beeindruckende Platz ist 320 Meter tief und hat einen  zentralen Durchmesser von 240 Metern. Gesäumt wird der Platz von 284 hohen, weißen Säulen auf denen 140 riesige Heiligenstatuen stehen. Zu Weihnachten wird außerdem eine große Krippe und ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt.

360 Grad Ansicht Petersplatz in Rom

Engelsburg Rom

Jetzt ist es Zeit Vatikanstaat zu verlassen und nach Rom zurückzukehren. Vom Petersplatz lauft ihr gerade auf den Tiber zu. Linke Hand taucht immer wieder eine lange Mauer auf. Diese verbindet den Vatikan mit der Engelsburg. Darin befindet sich ein Geheimgang, der Passetto di Borgo, durch den der Papst bei Gefahr in die sichere Festung flüchten kann. Die Engelsburg oder Castel Sant’Angelo wurde ursprünglich als Mausoleum erbaut und erst später zur Burg. Sie verdankt ihren Namen einer Legende. Denn angeblich erschien hier ein Erzengel, um das Ende der Pest zu verkünden, nachdem Papst Gregor Gott darum gebeten hatte die Stadt von der schlimmen Seuche zu befreien. Ganz oben auf der Burg könnt ihr bis heute die Bronzestatue des Erzengels Michaels sehen. (Ein Skip the Line Ticket kostet 18€; ein Ticket vor Ort 10€.)

Food and Wine Tasting Tour Trastevere

Gegen 17 Uhr solltet ihr am Campo di Fiori eintreffen. Von der Engelsburg sind es 10 Minuten zu Fuß bis zum Treffpunkt der Food Tour (Von der Burg über die Ponte Sant'Angelo, die Straße Corso Vittorio Emanuele II entlang, rechts in die Piazza della Cancelleria). Um 17.30 Uhr beginnt dann die Food and Wine Tasting Tour von Enjoy Rome (Preis 59€). In sieben traditionsreichen Restaurants habt ihr die Möglichkeit typisch italienische Delikatessen zu probieren. Mehr zu dieser Tour erfahrt ihr in meinem Blog Post "So iss Rom - eine Food Tour durch Trastevere".


Sehenswürdigkeiten Rom Tag 2: Forum Romanum, Kolloseum, Bocca della Verita, Altare della Patria, Largo di Torre Argentina, Pantheon, Piazza Navona

Forum Romanum

Wir starten den zweiten Tag am Forum Romanum. Im antiken Rom war dies der Mittelpunkt der römischen Welt. Hier fand das öffentliches Leben statt. Es wurden Geschäfte gemacht, politische Entscheidungen getroffen und Götter verehrt. Einige der öffentlichen Gebäude und Denkmäler sind noch gut zu erkennen wie zum Beispiel der Triumphbogen, einige Tempel oder das Sitzungsgebäude des Senats. Gleich neben dem Forum liegt eines von Roms bekanntesten Wahrzeichen, das Kolosseum. (Tickets Forum Romanum, Kolosseum und Palatin: vor Ort 12€;  Skip the Line im Internet ab 16€)

Kolosseum

Das Kolosseum, das größte antike Amphitheater der Welt, wurde von 72 - 80 nach Christus erbaut und bot Platz für 50.000 Zuschauer. Bis im Jahr 438 Gladiatorenkämpfe endgültig verboten wurden, wurden hier Seeschlachten nachgestellt (denn zeitweise konnte man die Arena fluten) und Kämpfe auf Leben und Tod ausgefochten, inklusive wilder Tieren. Heute ist das Kolosseum nicht nur eine viel besuchte Touristenattraktion, sondern auch ein Symbol gegen die Todesstrafe. Es wurde schon diverse Mal hell erleuchtet, als in anderen Teilen der Welt, die Todesstrafe abgeschafft oder nicht vollstreckt wurde. 

Bocca della Verita

Nachdem ihr das Kolosseum verlassen habt, lauft ihr zunächst am Circus Maximus, der größten Wettkampfarena (bis zu 250.000 Plätze) im antiken Rom vorbei. Leider ist davon nicht allzu viel übrig. Nur ca. 500 Meter weiter befindet sich die Kirche Santa Maria in Cosmedin. In deren Vorhalle ist der Bocca della Verita angebracht. Hoffentlich seid ihr ehrliche Personen, denn sonst wird euch dieser berühmte Stein die Hand abbeißen. So besagt es jedenfalls die Legende. Doch auch früher schon glaubte man anscheinend nicht wirklich an die Kraft des Steines, denn für gewöhnlich stand hinter diesem ein Gehilfe, der dem Angeklagten die Hand mit einem Beil abhackte, wenn das Gericht diesen für schuldig befand.

Bocca della Verita in Rom

Altare della Patria

Vom Bocca della Verita lauft ihr 750 Meter Richtung Nordosten entlang der Hauptstraße Via Luigi Petroselli bis ihr das Altare della Patria, zu deutsch Altar für das Vaterland, seht. Das imposante Bauwerk ist auch als Monumento a Vittorio Emanuele II (Denkmal für Vittorio Emanuele II) bekannt und wurde zu Ehren des ersten italienischen Königs erbaut. Es besteht aus reinem weißen Mamor und wurde im Gegensatz zu den antiken Sehenswürdigkeiten erst im Jahre 1927 fertig gestellt. Von der oberen Terrasse des 80 Meter hohen Denkmals hat man einen fantastischen Ausblick auf die Stadt Rom.

Largo di Torre Argentina

Überall in der Stadt werdet ihr kleinere und größere Ausgrabungsstätten finden. Die bekannteste Stätte ist die am Largo di Torre Argentina. Diese befindet sich nur ein paar hundert Meter von dem Denkmal Vittorio Emanuele II entfernt. Früher standen hier unter anderem einige römische Tempel und das Theater des Pompeius, in dem der einstige Alleinherrscher von Rom Julius Cäsar am 15. März des Jahres 44 vor Christus ermordet wurde. Heute haben viele streunende Katzen in den Ruinen ihr Zuhause gefunden.

Largo di Torre Argentina in Rom - der Platz, an dem Caesar ermordet wurde

Pantheon

In 500 Meter Entfernung liegt das Pantheon. Für die Römer die Must-See Sehenswürdigkeit schlechthin. Es wurde zunächst als Tempel im Jahr 27 vor Christus erbaut und im Mai 609 zur Kirche (Santa Maria ad Martyres) erhoben. Wahrscheinlich wurde es deshalb auch nicht zerstört und gehört heute zu den besterhaltensten antiken Bauwerken der Welt. Besonders beeindruckend ist die Kuppel. Diese ist noch größer als die des Petersdoms und hat eine 9 Meter breite Öffnung in der Mitte, so dass es bei schlechtem Wetter hinein regnet. Der Einlass ist kostenlos.

Piazza Navona

500 Meter weiter westlich liegt die Piazza Navona, einer der beliebtesten Plätze in Rom. Im antiken Rom stand hier eine Wettkampfarena allerdings für unblutige Sportwettkämpfe wie Leichtathletik. Heute findet man auf und um den Platz herum drei prachtvolle Brunnen, die Basilika Sant’Agnese in Agone, den Palazzo Braschi, der das Museo di Roma beherbergt, und mehrere Restaurants sowie Cafés. In der Weihnachtszeit findet hier außerdem ein kleiner Weihnachtsmarkt statt.


Sehenswürdigkeiten Rom Tag 3 Villa Borghese, Spanische Treppe, Trevi Brunnen

Villa Borghese

Die Villa Borghese ist eine riesige Parkanlage in Rom (nächste Metro Haltestelle: Spagna oder Flaminio), in der sich der zoologische Garten, Brunnen, Statuen, ein kleiner See und vieles mehr befindet. 

Galeria Borghese 

Für viele das Highlight des Parks: die Galeria Borghese. Das Museum beherbergt ein große Sammlung an antiken Stauen sowie Kunstwerke von berühmten Künstlern wie da Vinci, Rubens und Raffael.

An einigen Stellen des Parks, zum Beispiel von der Terrazza del Pincio, hat man eine fantastische Aussicht über Rom bis hin zum Vatikan. Wenn ihr von diesem Aussichtspunkt den Hügel Pincio hinunter lauft, kommt ihr an der Piazza del Popolo aus. Von dort sind es nur 400 Meter die Via del Corso entlang Richtung Süden bis zur Spanischen Treppe. 

Spanische Treppe

Die wahrscheinlich bekannteste Treppe in Rom ist die Scalinata di Trinità dei Monti, umgangssprachlich auch Spanische Treppe genannt. Die Treppe wurde zwischen 1723 und 1725 erbaut. Die 135 Stufen verbinden die auf einem Hügel gelegenen Kirche Trinità dei Monti mit der Piazza di Spagna. Daher kommt auch der Name Spanische Treppe, denn Spagna ist italienisch für Spanien. Heute sind Piazza und Treppe ein beliebter Treffpunkt von Einheimischen und Touristen.

Trevi Brunnen

1,2 km südlich der Spanischen Treppe liegt der Trevi Brunnen. In Rom werdet ihr an jeder Ecke einen Brunnen finden. Der bekannteste und größte ist aber die Fontana di Trevi, zu deutsch der Trevi Brunnen. Er wurde zwischen 1732 und 1762 erbaut und ist ca. 26 Meter hoch und 50 Meter breit. Im Mittelpunkt der vielen barocken Figuren und Fabelwesen steht der Meeresgott Neptun wie er die Fluten unter sich zähmt. Aber nicht nur das Erscheinungsbild des weißen Brunnens zieht viele Touristen an, sondern auch eine Legende. Angeblich bringt es Glück eine Münze in den Brunnen zu werfen. Außerdem wird man bei einem Münzwurf nach Rom zurückkehren. Wirft man zwei Münzen hinein soll man sich in einen Italiener / eine Italienerin verlieben. Wirft man drei Münzen hinein soll man diesen / diese sogar heiraten. 

So, jetzt solltet ihr in 3 Tagen alles von Rom, was man gesehen haben muss, kennen. Hab ich eurer Meinung nach noch etwas vergessen? Dann postet es in die Kommentare.


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Kommentare: 5
  • #1

    Julia (Donnerstag, 25 Januar 2018 15:17)

    Wow, da hast Du aber mächtig vorgelegt. Ich war ne Woche da (abzüglich einen Tag am Meer) und hab nicht alles gesehen, was ich hätte sehen wollen. Zum Beispiel fehlen mir die Katakomben und die Engelsburg hab ich nur von außen betrachtet. Das gilt auch für das Kolosseum - mir war das Anstehen zu lang und die geführten Touren (inkl. Skip The Line) mit 50+ Euro p.P. deutlich zu teuer.
    Schöner Artikel, der mich daran erinnert, dass ich da auch noch nen Beitrag offen hab. Oder zwei. :D Mal sehen, wann ich dazu endlich komm. :D Mir sind erst gestern wieder die Bilder in die Hände gefallen... LG aus Apulien, Julia | italienundich.com

  • #2

    Ina (Donnerstag, 25 Januar 2018 16:29)

    Das nenn ich mal ein straffes Programm. Wir waren auch in Rom letzten Sommer , im Rahmen unserer InterRailtour u. da wollten wir unsere Tage nicht so voll stopfen, was bei der Hitzewelle die da herrschte, sie hatten ja sogar einige Trinkbrunnen abgestellt, nicht antun und haben auch so genug gesehen, ganz Rom ist ja irgendwie ein Museum ;-). Einen kurzen Einblick von unserem Aufenthalt findest du hier : https://www.mitkindimrucksack.de/2017/11/07/interrail-teil-4-von-slowenien-nach-italien/
    Was ich noch unbedingt empfehlen kann ist der Stadtteil Travestere.

    LG aus Norwegen
    Ina

  • #3

    Sophie (Donnerstag, 25 Januar 2018 16:32)

    ein sehr informativer Blogpost und super zusammengefasst, da hast du ja wirklich einiges erlebt! Meinen Artikel zu Rom findest du hier http://sophiesollmann.com/2017/09/20/rom-travel-guide/

    Ganz liebe Grüße, Sophie

  • #4

    Cori (Donnerstag, 25 Januar 2018 20:14)

    Da warst du aber flott unterwegs � ich war auch 3 Tage in Rom und habe viel gesehen, aber nicht ganz so viel wie du. Hast du auch so ein leckeres Eis bei der Fontana di Trevi gegessen?

  • #5

    Kim (Freitag, 26 Januar 2018 17:27)

    Oh das weckt schöne Erinnerungen - Rom ist schon ewig viele Jahre her. Vielen Dank für die Auffrischung. Meinen Mann wollte ich Rom auch mal noch zeigen. Als nächstes gucke ich mir die Food&Wine Tasting Tour an - bin ja auch so ein Schleckermäulchen ;)
    Liebste Grüße von Kim von www.wheeliewanderlust.de